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Grundprinzipien:
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Das Mediationsverfahren kann auf der Grundlage der nachfolgenden
Prinzipien
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Freiwilligkeit
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Eigenverantwortlichkeit
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Vertraulichkeit
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Offenheit
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Neutralität / Allparteilichkeit
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Kenntnis der gesetzlichen Normen
eine interessensgerechte Lösung des bestehenden Konfliktes
herbeiführen. Im Rahmen der genannten Prinzipien durchläuft das
Mediationsverfahren mehrere Phasen, in denen u.a. die Kommunikation
zwischen den Parteien wieder hergestellt wird.
So wird die Wahrnehmung
und Wertschätzung des Anderen wieder möglich und die beiderseitigen Bedürfnisse und
Interessen können erarbeitet werden, um eine individuelle und
interessengerechte Konfliktlösung zu erlangen.
Ein von den Parteien als "gerecht" empfundene Lösung ist in der
Regel nicht identisch mit eine "rechtlich richtigen" Lösung, und vor
allem in die Zukunft gerichtet und oft von hohem Bestand.
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Zur Geschichte der
Mediation: |
Zitiert aus der
Gesetzesbegründung zum Mediationsgesetz:
"Der Gedanke, Konflikte durch Verhandlungs- und
Vermittlungsstrategien beizulegen, ist sehr alt und findet sich zum
Teil schon vor der Entstehung von Rechtsnormen und staatlichen
Organisationen (vgl. nur: Hehn, Handbuch Mediation, 2. Auflage, § 8
Rn. 3 ff.).
Nicht nur in Japan, China und weiten Teilen Afrikas
spielt der Vermittlungsgedanke seit jeher eine wesentliche Rolle bei
der Beilegung von Konflikten. Auch in Europa reichen die Wurzeln der
Mediation bis in das Altertum zurück.
So wählten die Bürger von Athen im Jahr 594/3 v. Chr.
Solon zum Vermittler, um den dem attischen Staat drohenden Bürgerkrieg
abzuwenden. In der Präambel zum Friedensvertrag, der am 24. Oktober
1648 mit dem Westfälischen Frieden zu Münster den Dreißigjährigen
Krieg beendete, wird der venezianische Ritter Alvise Contarini
erwähnt, der „den Auftrag eines Mediators unabhängig von den
Begehrlichkeiten der Parteien während beinahe fünf Jahren unverdrossen
erfüllt und damit den Frieden möglich gemacht hat“ (vgl.: Duss-von
Werdt, homo mediator, S. 24 ff. und 44 ff.).
Im 20. Jahrhundert fand in den 70er-Jahren zunächst in
den USA eine intensive Beschäftigung mit alternativen Formen der
Konfliktregelung (Alternative Dispute Resolution – ADR) statt. Dabei
wurde auch der Gedanke der Mediation wieder aufgegriffen und
weiterentwickelt, der dann Mitte der 80er-Jahre auch in Europa
zunehmend Beachtung fand."
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